praxisphilosophie

Mütter und Väter haben jeden Tag viele Fragen. Gerade mit den kleinen Fragen des Alltags, die sich um Ernährung, Rhythmus, Schlaf, Schreien und Unbehagen (unterhalb der Medizinschwelle) bewegen, werden Mütter und Väter heute allein gelassen.

Seit 21 Jahren bemühen wir uns vom Team „WERDEN UND WACHSEN“, Eltern, Kinder und Besucher liebevoll und wachstumsorientiert zu begleiten und mit unseren ressourcenorientierten Angeboten zu unterstützen

Eltern werden ist immer ein Abenteuer

Das, was seit Jahrmillionen selbstverständlich war, nämlich Kinder zu zeugen, zu gebären und großzuziehen, wird heute zu einer hochkomplizierten Angelegenheit: gut geplant, perfekt kontrolliert und organisiert… Deshalb beginnt mit der Elternschaft für viele Menschen ein Abenteuer. Die Fülle der menschlichen Gefühle, die körperlich-seelischen und zwischenmenschlichen Prozesse jedoch, bleiben unplanbar und laufen nach ganz eigenen Regeln ab, von denen wir heute viele noch nicht einmal erahnen. Unabhängig vom kulturellen Rahmen und vom Zeitalter rührt Eltern-Werden stets an grundlegenden Wünschen und Sehnsüchten: Eltern sind durch das Leben mit Kindern im Innersten betroffen und berührt. Es sind die grundlegenden seelischen Bedürfnisse nach Autonomie, Liebe und Geborgenheit, die gestillt werden wollen.

Egal ob PEKIP-Kursleiterin, Hebamme, Ernährungsberaterin, Körpertherapeutin, Sozialpädagogin, Familientherapeutin oder Sportwissenschaftlerin – es ist uns wichtig, professionell, ressourcen- und lösungsorientiert zu arbeiten.

Es gibt immer weniger Kinder, immer mehr Experten und damit Ängste und Unsicherheiten bei Eltern, Fehler zu machen oder nicht gut genug zu sein.

In einer Zeit, in der alles perfekt sein muss und alles optimiert wird, ist es wichtig, Eltern eine Botschaft zu vermitteln:

Es ist gut, wenn Eltern gut genug sind.

Damit der anfängliche Wunsch aller Eltern, alles richtig zu machen, zu sinnvollem Handeln führt, beziehen wir das Wohl der Eltern in unsere Arbeit mit ein. Wir möchten ihnen vermitteln: „Ihr macht Eure Sache als Eltern gut. Euer Kind ist wunderbar“ – auch schon das Ungeborene.

Das Abenteuer Eltern-Werden bedeutet auch, dass aus einer Paar- oder Zweierbeziehung ein Dreierbeziehung wird.

Kinder Zeugen, schwanger Sein, Gebären und Stillen sind Prozesse der Liebe, des sich ineinander Verliebens und Wiederverliebens.

Immer weniger Mütter vertrauen auf ihre innere Stimme, ihrem Körpergefühl und können eine Sicherheit im Umgang mit ihrer Schwangerschaft und ihrem Kind entwickeln. Wie oft stellt sich eine Diagnose, die Eltern und Kind über Tage, Monate oder den Rest der Schwangerschaft stark beunruhigt, als nicht relevant heraus. Wie sicher sind sich Experten (Kinderkrankenschwestern, Ärzte etc.) in ihren Einschätzungen und Bewertungen?

Die Begleitung einer schwangeren Frau (und im günstigen Fall ihres Partners) und die Vorbereitung auf die Geburt heißt, ihr die Erfahrung sinnlicher Wahrnehmung zu ermöglichen. So hatten unsere ersten Geburtsvorbereitungskurse in den 90-er Jahren den Titel: „Schatzsuche in der Schwangerschaft“. In den heutigen Kursen und im Yoga für Schwangere werden Ressourcen wie Wehenkraft, hormonelles Zusammenspiel, die faszinierende Funktion des Beckenbodens, der Atem und vieles mehr bewusst gemacht und erspürt. Schwangere werden ermutigt, dass Kind mit eigenen Händen zu tasten, mit eigener Stimme anzusprechen und zu besingen.

Der Umgang mit Babys erfordert Qualitäten und Eigenschaften, die in unserer Gesellschaft oft nicht sonderlich hoch im Kurs stehen:

  • Offenheit der Sinne

  • Intuition
  • Langsamkeit
  • Bereitschaft, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen

In unserer Praxisgemeinschaft WERDEN UND WACHSEN verstehen wir das als Auftrag für unsere Begleitung des Lebensanfangs… und darüber oft auch weit hinaus.

Es ist der Weg der bedingungslosen Liebe, des Bemühens, tiefer als bisher mit uns selbst, mit anderen Menschen, mit der Natur und auch mit unserer eigenen Geschichte in Beziehung zu treten.

Wir begleiten Eltern und auch Säuglinge, Menschen jeder Altersstufe in ihrem Streben nach Autonomie. Dabei gilt es zwei Entwicklungsimpulse miteinander in Einklang zu bringen: das Bedürfnis, immer wieder über sich selbst hinaus zu wachsen – auf der einen Seite – und das Bedürfnis nach Geborgenheit und Verbundenheit – auf der anderen.


Das geht nur in der Liebe.